Strafe nach Keksklau aus Müll?

Wenn man mit der Zeitung am schön gedeckten Frühstückstisch sitzt, kann man sich gar nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die ihr Essen aus Mülltonnen beziehen. Fassungslos macht es mich auch, wenn ich dann lesen muss, dass ein Mann, dessen Nahrungsquelle Lebensmittel aus dem Abfall von Großbäckereien und Supermärkten sind, vom Staat in Gestalt von Polizei, Staatsanwaltschaft und Richtern verfolgt und verurteilt wird, weil er zum Erreichen einer Mülltonne mit Keksen den Zaun einer Großbäckerei überklettern musste. Offensichtlich soll dieser Mann in die staatliche Fürsorge gezwungen werden, deren „Hartz IV“ er bislang aus Protest gegen die „unwürdige Behandlung“ von Leistungsempfängern ablehnt. Immerhin erspart er dem Staat so monatlich einiges an Geld und bürokratischem Aufwand. Oder soll der Arbeitslose solange warten, bis sein Essen auf einer Müllkippe gelandet ist...? Hoffentlich ist die dann nicht umzäunt!

Christian Rode, Baunatal



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Redaktion Leserbriefe Dieser Artikel wurde am 16.Januar 2012 veröffentlicht. Weitere Beiträge von : 3957 Artikel.


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1 Kommentar

  1. Es ist wirklich eine Schande, dass so jemand dafür noch bestraft werden soll! Wir werfen heutzutage schon so enorm viel Lebensmittel weg, dass wir uns in Grund und Boden schämen sollten. Wir könnten ohne Probleme den Hunger der Welt stillen wenn man nur wollen würde, die Lebensmittel sind einfach falsch verteilt.
    Sehr gut, dass du hier so etwas auch publik machst!

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