Die HNA vom 5. August

Die HNA vom 5. August

Unterhaltsamer Höhepunkt der heutigen HNA sind die 15 Auffälligkeiten im Kicker-Sonderheft zum Start der neuen Bundesliga-Saison. Darüber hat sich am Frühstückstisch sogar meine Freundin amüsiert, die den Sportteil sonst eher selten studiert. Es wird jetzt auch Zeit, dass die Bundesliga wieder losgeht. Die gefühlt 455. Vorschau auf den 1. Spieltag und die ewigen Prognosen, dass Bayern wieder Meister wird, mag doch keiner mehr lesen.

Harter Themenwechsel beim Blick in den Politik-Teil. Absolut richtig gesetzt ist der Schwerpunkt mit der Hungersnot in Ostafrika. Während bei uns Abermilliarden für die Rettung des Euro durchgewunken werden, sind am Horn von Afrika Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Angesichts der Tragweite stand diese Tragödie bisher viel zu wenig im Fokus der Nachrichten. Das Interview über die Zuverlässigkeit von Hilfsorganisationen ist dazu ein guter Service. Auch sonst ist das Thema umfassend aufbereitet. Nur eine kleine Information fehlt: Wie viel Geld geben die Staaten der Euro-Gruppe, um das Leid in Afrika lindern?

Viel zu kurz kommt hingegen der gestrige Einbruch an den Aktienmärkten. Außer einem Absatz in einer kleinen Meldung auf der ersten Politik-Seite ist davon nichts zu lesen. Auch der Wirtschaftsteil liefert keine Erklärungen und Hintergründe. Stattdessen geht es um das neue soziale Netzwerk Google+, das zwar vergleichsweise schnell wächst. Aber noch ist es ein Nischenprodukt, von dem niemand weiß, ob es Facebook wirklich den Rang als Marktführer ablaufen kann. Finden Sie den Hype um Google+ auch übertrieben, liebe Leser?

Ganz amüsant ist der Rückblick auf das Fernsehprogramm von vor 50 Jahren. Aber der Artikel kommt etwas unvermittelt daher. Was ist der Anlass? Das Sommerloch? Das Erste Programm ist als Vorläufer der ARD schon länger auf Sendung. Und das ZDF wurde erst 1963 ins Leben gerufen.

Noch ein Wort zur Witzenhäuser Lokalausgabe: Überraschend, dass trotz demografischen Wandels mehr Kinder eingeschult werden. Das Thema Schulanfang ist gut abgerundet durch die Erklärungen und Hintergründe auf der zweiten Seite. Etwas spät kommt die Information, dass die Stadt Witzenhausen bei dem Swap-Geschäft mit der DZ Bank zwei Millionen Euro verlieren könnte. Diese Information hätte eigentlich schon in der Titelgeschichte der gestrigen Ausgabe stehen müssen.

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Autor dieses Artikels:

Claas Michaelis Dieser Artikel wurde am 05.August 2011 veröffentlicht. Weitere Beiträge von : 4 Artikel.

Leiter der HNA-Lokalredaktion Witzenhausen

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