Die HNA vom 31. Dezember 2010

Die HNA vom 31. Dezember 2010

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

Silvester-Ausgaben sind stets voller Jahresrückblicke. So ist es auch in der heutigen Ausgabe der HNA. Jeder schaut mit unterschiedlicher Perspektive auf ein zu Ende gehendes Jahr zurück, und so empfindet jeder deshalb auch Jahresrückblicke auf seine Art. Besonders gelungen finde ich den Rückblick aufs Sportjahr in der Region. Er rückt den Fokus auf Menschen, die neben den großen Profi-Zugpferden Fußball, Formel Eins und Wintersport oft etwas zu kurz kommen.

Ein Blick in die Politik-Seiten: Dort ist heute nachgeholt worden, was in der gestrigen Ausgabe etwas zu kurz gekommen ist. Der vereitelte Terror-Anschlag auf die Redaktion der Jyllands Posten ist gut aufgearbeitet und mit dem Kommentar eingeordnet worden. Ähnlich viel Raum hätte ich mir für die Berichterstattung über den Prozess gegen Michail Chodorkowski gewünscht, zumal auch die Bundesregierung kritische Töne zu dem Urteil gefunden hat.

Zeitungen leiden unter dem Problem, dass sie den elektronischen Medien meist hinterlaufen. Mit der umfassenden Berichterstattung über die Neujahrsansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel braucht sich der Politik-Teil in Sachen Aktualität nicht hinter Fernsehen und Internet zu verstecken. Eine erhellende Ergänzung ist dabei auch der Standpunkt mit einem Ausblick auf das kommende Jahr der Kanzlerin.

Erfrischend ist die Idee, die Rubrik Kopf des Tages dem wirklichen (Fernseh-)Kopf des Tages zu widmen. Wer sonst prägt den Silvestertag jedes Jahr mehr als der Tigerkopf in Dinner for one. Dafür taucht der Klassiker nur klein in der Vorschau auf der Fernseh-Seite auf. Aber Dinner for one muss auch nicht in jedem Jahr eine ganze Seite füllen.

Etwas unvermittelt kommt die Geschichte über den Kältebus auf der Hessen-Seite daher. Zwar wird in das Thema mit einem eigenen Kasten eingeführt. Nur ist erst gar nicht klar, wo die Geschichte spielt. In diesem Fall hätte die sonst übliche Ortsmarke schneller Orientierung gegeben.

Interessant ist der Dreh im Kultur-Jahresrückblick. Am Beispiel Hamburg ist darin der Widerspruch zwischen der Sparwut zu Lasten von kleinen Kultur-Einrichtungen einerseits und einer äußerst spendablen Haushaltspolitik zu Lasten überdimensionierter Kulturprojekte wie der Elbphilharmonie andererseits gut aufgearbeitet.

Noch ein Wort zum Kasseler Lokalteil: Passend zu den Feiern zum Jahreswechsel ist der Aufmacher über Jugendliche bzw. Kinder mit Alkohol-Problem. Das Thema scheint nicht neu zu sein. Aber es stand zuletzt nicht mehr so im Fokus, obwohl es nach wie vor brisant ist, wie die schockierenden Zahlen aus der Kasseler Kinderklinik Park Schönfeld zeigen.

Was ist Ihnen aufgefallen an der Silvester-Ausgabe, liebe Leserinnen und Leser? Wenn sie mögen, antworten Sie hier. In jedem Fall wünsche ich aber einen guten Start ins Jahr 2011. Bis nächstes Jahr…



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Autor dieses Artikels:

Claas Michaelis Dieser Artikel wurde am 31.Dezember 2010 veröffentlicht. Weitere Beiträge von : 4 Artikel.

Leiter der HNA-Lokalredaktion Witzenhausen

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