Die HNA vom 3. September 2010
Immer wieder gibt es Kritik an den Medien, dass man über zu viele negative Dinge berichten würde. Aber was will man als Redakteur machen? Da geschieht dieses unfassbare Verbrechen an der Diemel, da erreicht die Gewalt rund um den Fußball in der vierten Liga eine neue Stufe der Eskalation, da versucht ein Wahnsinniger in einem Kasseler Stadtteil, jede Menge Hunde auf brutalste Art und Weise zu meucheln - und das alles an einem Tag. Da macht dann manchmal der Job wirklich nur überschaubar Spaß, das können Sie uns ruhig glauben, liebe Leserinnen und Leser.
Unterm Strich bleibt die Erkenntnis, dass die Redaktion dann die Schwerpunktthemen Diemel-Verbrechen und KSV-Theater rundherum sauber und informativ aufgearbeitet hat, Verzicht auf sensationsheischende Schlagzeilen, Formulierungen etc. Das finde ich richtig gut.
Herausragend in der heutigen Zeitung der Kommentar von Wolfgang Blieffert zu den neuesten Entwicklungen im Fall Sarrazin. Jenseits aller von allen Seiten vorgtragenen Betroffenheits-Heuchelei endlich mal einer, der es auf den Punkt bringt.
Heute muss die Redaktion unbedingt an der Entwicklung in Nahost dran bleiben - das klingt alles sehr spannend und hoffnungsvoll.
Ausgesprochen informativ auch (vor allem die Grafik) der Stuttgart-21-Komplex.
Mit der Story über das Schicksal der Fritzlarer Mönche kann ich wenig anfangen - sie sind weg, das reicht dem außerhalb Fritzlars wohnenden Nordhessen eigentlich. Dass einer jetzt in einem gemischten Kloster wohnt - wenn es der Wahrheitsfindung dient...
Mein Kollege Jose Pinto ist am Thema SMA außergewöhnlich nah dran - gut für uns, Zeitung und Leser. Leider sind im Text ein paar doofe Redigierfehler drin, das ist ärgerlich und beeinträchtigt die Qualität.
Die Sportredaktion hatte gestern jede Menge mit regionalen Themen zu tun. Der KSV-Komplex lässt keine Fragen offen - beim Thema Huskies kriegt man auf eine Frage eine Antwort - und sofort ergeben sich drei neue Fragen. Wir bleiben dran - und werden sicher auch die Frage klären, was mit den Landesbürgschaften nun eigentlich ist.
Auf der Fernsehseite finde ich es prima, dass Mathias Lohr mal diese späten Sendezeiten populärer Sendungen aufs Korn genommen hat. Was mir in diesem Meinungsbeitrag fehlt: Da könnte mal nicht verklausuliert eine Meinung stehen. Mit klaren, deutlichen Worten: Die spinnen nämlich, die Sender. Nun ist also auch das nachgeholt - und wir machen uns mal an die nächste Ausgabe.

Dieser Artikel wurde am 03.September 2010 veröffentlicht. Weitere Beiträge von